Mittwoch, 1. November 2017

MMM am 1.11.

Beim MMM Blog gibt es heute das Motto "Alltagskleidung". Sachen, die wir genäht haben und beim Tragen merken,dass sie genau in unser Alltagsleben passen.
Bei mir sind das weder Jeans noch andere Hosen sondern schlicht geschnittene Kleider und Röcke. Ein Beispiel dafür ist "Karl", das Kleid das im vorletzten Spätsommer viel in der Nähbloggerszene zu sehen war.


 Ähhm, ja, keine Beine und dafür merkwürdiger Kopfputz...


So, jetzt mit Beinen , und der Kopfputz ist eine Wandlampe. Beim Fotografieren nicht aufgepasst.
Dies ist das dritte Kleid nach dem Schnitt von Schneidermeistern.
Es ist aus sogenanntem Sommersweat vom Stoffbüro.
Den Stehkragen habe ich bei diesem Kleid etwas verbreitert. Ich mags nicht so eng am Hals. Ausserdem hab ich den Stoff quer zugeschnitten, weil mir der Stretch in dieser Richtung noch etwas besser erschien.
Heraus gekommen ist ein Kleid was ich sehr gern trage, und was vom Herumlümmeln auf dem Sofa bis Einladung ins Restaurant wirklich alles mitmacht.


Und nein, ich geh nicht mit 'nem Blechkrönchen auf dem Kopf raus. Es ist wieder die blöde Lampe...
Der Schnitt ist leger, aber weit davon entfernt frau sackig zu umhüllen.


Weil das Kleid vor allem obenrum schön körpernah sitzt passt auch noch ein Jäckchen drüber, wenn der Sommersweat denn doch zu kalt ist.



Das Jäckchen ist in echt dunkelblau. Gestrickt nach meinem selbstgeschusterten Schema für kurze kleine Dinger.
Karl das Kleid macht alles mit, egal ob putzen, kochen, nähen, lange am Schreibtisch sitzen etc.
Einzig eine Sache: Karl kann nicht gut Rad fahren. Wenn ich das vorhabe, dann wird eben die Kleiderkollegin Frau Fannie aus dem Schrank geholt ;)
Mehr schöne Alltagskleidung gibt's wie immer mittwochs hier zu sehen.


Mittwoch, 27. September 2017

MMM am 27.9.

Die Idee, mir ausgefallene besondere Kleider nach raffinierten Schnittmustern machen zu können fasziniert mich schon. Und manchmal mache ich das auch. Aber seien wir ehrlich: Die meiste Zeit verbringen wir im Alltag, und da brauche ich nur manchmal diese besondere Kleidung.
Meine Alltagshelden sind vor allem im Frühjahr und im Herbst Jerseykleider. Vor mehreren Jahren waren die Knotenkleider mein liebstes. Dann hatte ich ein Faible für RosaP. Kleider aus ihrem ersten Buch. Im vorletzten und letzten Jahr liebte ich ein bestimmtes Modell aus ihrem 2. Buch. (Waren die eigentlich immer mittwochs in der Waschmaschine, dass ich sie nie verbloggt habe?!? )
 Anfang dieses Jahres entdeckte ich für mich Frau Fannie von Schnittreif. Ich nähte in Serie...
Dieses ist das neueste

Ich verliebte mich spontan im hiesigen Stoffgeschäft in den Stoff, den ich zwar schon häufiger im Netz gesehen hatte, aber eben noch nicht real.

Als passionierte Strickerin geht einem doch bei diesem Stoff das Herz auf, oder?
Tja, das Wort Stoff führt mich zum Folgenden:
Ich habe dieses Kleid wie gesagt nicht nur einmal genäht
Alle saßen super und ich hab sie während des herbstlichen Sommers sehr viel und gern getragen. Nun sollte es bitteschön noch eine etwas wärmere Version für den Herbst geben.
Ich hab also zugeschnitten und genäht wie immer - und dann kam die grosse Enttäuschung und die Frage "Wie kann das sein?" . Das Kleid saß im hinteren Oberteil überhaupt nicht!Es warf Falten, es stuckte auf dem Po auf, und überhaupt hätte ich es wahrscheinlich in die Tonne befördert, wenn mir nicht Farbe und Druck des Stoffes so gut gefallen hätten...
Letztendlich habe ich das Oberteil um fast 4 Zentimeter gekürzt, und dann noch Abnäher gemacht.


 Nun ist es tragbar. Aber schön geht anders.
 Und wenn ihr den Sitz und Fall, vor allem bei der Seitenansicht mit dem Kleid aus Leostoff nach dem gleichen Schnitt , derselben Größe vergleicht, dann schneidet dieses nicht besonders gut ab.

Nun ja, so bleibt das Nähen doch immer eine spannende Angelegenheit, ne ?
Ich geh jetzt schauen, was die Damen beim MeMadeMittwoch heute alles zeigen. Nina trägt als Gastgeberin jedenfalls ein supertolles Kleid.

Mittwoch, 6. September 2017

MMM am 6.9.2017

Die Sommerferien sind fast überall vorbei, und auch der MMM Blog startet heut wieder nach der Sommerpause unter Ninas Regie durch.
Zeit also, mich hier auf meinem Blog auch mal wieder blicken zu lassen ... Kopf und Gefühle sind frisch sortiert, und demnächst werden die Ärmel aufgekrempelt, um dann endlich den Umzug in die Hauptstadt zu stemmen.
Aber heutiges Thema ist ja erstmal "mein schönstes Ferienerlebnis". Was soll ich sagen, der Jahresurlaub an sich war mein Highlight. Endlich einmal 14 Tage Sonne und Wärme am Stück!
Der nordische "Sommer" war, nun ja: kapriziös, unnahbar, sehr unterkühlt und gab nur extrem kurze Gastspiele.
Nichtdestotrotz war ich motiviert, mir etwas für den Urlaub zu nähen. Ich hatte ziemlich genaue Vorstellungen davon, wie das aussehen sollte. Nämlich kein wilder Griff in den Farbeimer, keine extravaganten Muster, zu denen ich dann keine Kombipartner finden würde, keine weiten Rockteile ( in denen fühle ich mich momentan wie ein "Tönnschen")
Was blieb war dies:


Mit Freude ganz viel getragen, da völlig unkompliziert im Styling.

 
Mit so einem schlichten Rock in weiss kann frau eigentlich nichts verderben.
Der Stoff ist eine leicht knittrige Baumwolle mit einem Quentchen Elasthan vom Stoffekontor.
Schnittmuster ist aus  meiner alten Brigitte-Sonderheft-Schatzkiste.
Hier ist die Schnittzeichnung:


Mir gefiel die Idee, seitlich keine Nähte zu haben, und die Formgebung lediglich durch die riesigen Abnäher zu machen.
Hier mein Rock von innen, da sieht man die laaangen Abnäher ganz gut.

Ja, auch dass ich bisschen geschlampert hab beim Versäubern - aber war ja nur für den Urlaub gedacht, und es musste schnell gehen, die Zeit war mal wieder knapp.
Schnell genäht ist das Teil auf jeden Fall. In Eigenregie musste ich dem Rock aber noch eine einseitige Tasche verpassen, weil mir die schon beim Schnitt des Karl Kleides so gut gefallen hatte.
Ansonsten ist der Rock sehr schlicht.

Form und Passform gefallen mir so gut, dass ich überlege, ob ich mir nach dem Schnitt nicht auch gleich einen Herbstrock nähen sollte. Vielleicht aus Tweed oder Fischgrat.
Für diejenigen, die am Schnitt interessiert sind, und eventuell auch noch alte "Brigitte" Schätze haben: Das Heft ist von 1999 und die Titelseite sieht so aus.


So, genug für heut von mir, nun gehe ich gucken, was die anderen Damen so während der Sommerpause getrieben haben.

Dienstag, 6. Juni 2017

Es gibt keine Überschrift, die passt

Soll ich, soll ich nicht? Ist das zu privat? Interessiert es überhaupt?( Danke für die Nachfrage Frau Prinzenrolle!!!)
Egal! Dies ist mein Blog, mein virtuelles Wohnzimmer sozusagen.
Nicht, dass ich sonst alle paar Tage gebloggt hätte, aber nun ist es schon eine lange Weile her:
Ich habe vor etwas mehr als 3 Monaten meine Mutter am Sterbebett bis zum Tod begleitet, nachdem ich sie zuvor fast 5 Jahre lang nahezu täglich besucht und versorgt hatte.
 Ich bin neulich 64 geworden.
 Beides Dinge, die mich bewegt und gleichzeitig gelähmt haben.
 Ist es nicht so, dass wir inzwischen sowohl Alter als auch Tod nahezu aus unserem Leben verbannen?
Ich kenne niemanden, der nach dem Tod eines Angehörigen noch für eine Weile "Trauer" trägt. Dabei ist mir inzwischen aufgefallen, dass das nicht nur eine doofe Kleidervorschrift vergangener Tage war, sondern durchaus einen Sinn erfüllte - auch wenn man nicht tieftraurig über den Weggang des geliebten Menschen ist, weil er einfach sehr alt war, sein Leben hatte etc. , auch wenn man einfach froh ist, die Verantwortung für einen zu pflegenden Menschen abgeben zu können, es braucht eine mehr oder minder lange Weile, bis man nach der erlebten Traurigkeit wieder zu sich selbst findet. Man reagiert auf manches eigenartig, hat merkwürdige "Befindlichkeiten". Da würde die Trauerkleidung den Mitmenschen vielleicht helfen zu signalisieren , anders mit einem umzugehen...Und man selbst würde sich gestatten dürfen, einfach nicht so zu sein müssen wie gewohnt.
Und Alter? Ach, ist ja gar kein Problem. Glaubt man den Hochglanzfotos aus den Gazetten, dann sind wir ja mit 70 noch faltenfrei... und noch besser: so aktiv und beweglich! Und hey, die ganzen Rockstars aus meiner Jugend feiern sich auch immer noch.
Allein - ich stelle fest, dass ich seit einigen Jahren zum Beispiel nicht mehr abends zuschneiden noch nähen sollte: da schleichen sich zuviele Fehler ein. Überhaupt: Es geht alles viel langsamer und manchmal auch mühsamer.
Nicht, dass ich mich alt fühle. Nein. Ich werde auch nicht ab jetzt Faltenrock, hochgeschlossenen Kaschmirpulli und Perlenkette tragen ...
 Aber gewisse Einschränkungen sind einfach da. Da können mir die Magazine erzählen, was sie wollen!
Ach, und nicht, dass ich nun nur Trübsal geblasen hätte. Nein, ich hab gelebt wie immer, ich hab mit Freuden genäht, unter anderem bei 2 Nähkränzchen in Berlin und in Bremen.
Nur das Fotos machen und Posten blieben irgendwie auf der Strecke, das konnte ich einfach nicht bedienen.
Also bitte verzeiht mir, spätestens nach der Sommerpause des MMM bin ich wieder dabei.
Morgen ist übrigens "Mottotag Streifen" beim MeMade Mittwoch!


Samstag, 22. April 2017

Frühlingsjäckchen Knit Along Finale

Ich schaff das noch, ich schaff das noch....   Ich hab's geschafft!
Seit Ostermontag ist mein Jäckchen bei dem ich ja einen zweiten Anlauf nehmen musste fertig.


Es ist schon probegetragen und es gefällt mir.


Zwischendurch hatte ich arge Befürchtungen, dass das auch im 2. Anlauf nix wird.Ich stricke im Prinzip ja ohne Anleitung. Ich weiss in etwa wieviele Maschen ich für den Korpus brauche. Und da ich zwischen Taillenmass und Oberweite keine so grosse Differenz habe kann ich bis zum Armausschnitt munter geradeaus stricken. Die Dehnbarkeit vom Gestrickten reicht, damit es passt.


Einzig für den Armausschnitt und die entsprechende Armkugel  benutze ich immer ein Schema von Kim Hargreaves. Das hat bis jetzt immer gut geklappt.
 Diesmal muss ich wohl weniger Maschen für den Ärmel gehabt haben. Jedenfalls sah die erste Armkugel bedenklich schmal aus. Ich pfuschte mich dann bis zum Ende so durch, und setzte schnell den Ärmel ein. Ich wollte ja sehen ob es passt. Als ich dann beim 2. Ärmel war konnte ich mich leider nicht mehr erinnern, wie ich was beim ersten gepfuscht hatte. Leider konnte ich es auch nicht mehr sehen, denn der Ärmel war ja eingenäht. Grrr!
Nun ja, es kann nun also durchaus sein, dass ich jetzt zwei nicht ganz gleiche Ärmel habe. Auffallen tut es m. E. aber nicht.
Zwischendurch war mir bei *lf*t*x ein Jersey aufgefallen der laut rief: Nimm mich zum Frühlingsjäckchen mit.


Der Schnitt ist aus dem 2. Buch von Rosa P. Ich habe ihn schon einige Male genäht. Er sitzt gut bei mir. Wenn es demnächst mal ein bisschen wärmer ist gibt's dazu noch einen Post.
Ach fast vergessen: Beim ersten oder zweiten Treffen zeigte ich ein angefangenes passendes Armband. Dank des Kurzurlaubs Ende Februar ist auch das fertig geworden.


So, jetzt kann ich mich wirklich auf den allerletzten Drücker noch hier auf dem MMM Blog verlinken, und schauen, wie es bei den anderen Strickerinnen so gelaufen ist.
Ganz herzlichen Dank an Martina und Sylvia fürs Organisieren und Betreuen des KnitAlongs! Ohne den hätte ich ganz sicher zwischendurch das Handtuch geworfen.



Mittwoch, 12. April 2017

MeMadeMittwoch am 12.4.

Guten Morgen an alle selbstbenähten und bestrickten, gut gekleideten Frauen.
Heute auch als Gastgeberin auf dem MMM Blog.

Geht es Euch auch so: Nach dem Winter hab ich eine unbändige Lust auf Farben und darauf, endlich wieder die Sommersachen in den Schrank zu räumen.
Manche Teile muss ich dann auch einfach schon anziehen, auch wenn der Sommer ja noch nicht da ist.


Aufgerüstet mit Strickjacke und Stiefeln geht das.
Natürlich muss ich wenn ich raus gehe vorerst noch Mantel und Schal darüber anziehen.


 Aber ich weiss, darunter blitzt der Frühling hervor.


Beim Anziehen und Fotos machen stellte ich übrigens fest, dass Rock, Mantel, Schal und Jacke sicher nicht in meinem Schrank wären, wenn es den MMM und die verschiedenen daraus entstandenen Aktionen nicht gäbe:
Mit dem Stoff für den Rock wurde ich beim "Stoffwechsel" beschenkt.


Den Mantel zu nähen hätte ich mich ohne den "Wintermantel SewAlong" ganz gewiss nicht getraut.
Die Jacke wäre aller Wahrscheinlichkeit nach ohne den "Herbst Jäckchen Knit Along" unvollendet geblieben und in der Ecke gelandet.
Und ohne den "SummerShawl Knit Along" hätte ich niemals Mr.West und seine tollen Tücherdesigns  entdeckt.


So, das war meine Liebeserklärung an den MMM und die vielen Frauen (also ihr), die ihn durch ihre Ideen und Aktionen lebendig machen.
Nun wünsche ich Euch allen noch Frohe Ostern!





Sonntag, 2. April 2017

FJKA - zweiter Zwischenstand


Heute fragen Martina und Sylvia auf dem MMM Blog ,ob die Stricklust schon etwas ermüdet ist, oder ob wir das Jäckchen bereits ausgeführt haben.
Nein und nein.
 Vor dem letzten Treffen war die Stricklust allerdings auf dem Nullpunkt, denn nach ca 3/4 Rückenteil hiess es für mich: Gehe zurück auf "Los".
 Ich merkte, egal wie dehnbar Strick ist, das Teil wird zu eng. Da half auch nachträgliches hektisches Zunehmen von Maschen nix. Es war und blieb im Taillenbereich zu eng. Mist!


Als Frustvermeidungsstrategie fing ich dann ein Vorderteil des Modells an. Um nach einigen (reichlichen) Reihen festzustellen, irgendwas hab ich verdreht:Wenn ich der Reihe für Reihe Anleitung weiter folgen würde hätte ich die Seitenzunahmen vorne gehabt... Da war einfach der Wurm drin! Erschwerend kam hinzu, dass sich das Perlmuster für das Schößchen wie Schmirgelpapier anfühlte. Nein! Das wollte ich nicht.
Nachdem ich ausführlich geflucht und geschmollt hatte begann ich also völlig neu. Verabschiedete mich vom Peace Jäckchen mit den hübschen Schößchen und schlug Maschen für mein Standard/0815 Jäckchenmodell an.
Das Lochmuster ein klein wenig modifiziert
Wunderbarerweise strickt sich dieses Muster sehr viel schneller. Ich habe bis jetzt das Rückenteil und eineinhalb Vorderteile fertig.


Ok, wahrscheinlich haben schon viele der Mitstrickerinnen bis auf Knopf annähen fertig. Egal, ich entwickle jetzt sportlichen Ehrgeiz beim Stricken. Sind ja noch 14 Tage bis zum Finale. Da sollten ja 2 lächerliche 3/4 Ärmel zu stricken sein....
Wenn nicht, dann hoffe ich auf ein Finale der Herzen, weil fertig machen werde ich auf alle Fälle: Die Farbe des Jäckchens ist einfach zu schön um im Strickkorb unvollendet zu verschwinden.
Jetzt geh ich kurz gucken wie es bei den anderen Frühlingsstrickerinnen aussieht, und danach lass ich die Nadeln glühen!
Herzlichen Dank an Martina und Sylvia fürs Moderieren des Knitalongs!