Mittwoch, 7. März 2018

MeMadeMittwoch am 7.3.

So, heute möchte ich endlich die Jacke zeigen, die neulich beim Post für den FJKA oben auf dem Stapel lag.


Oh, ich merke grad, verschränkte Arme behindern die Sicht...


Besser, nicht wahr?
Im Januar, als die Lieblinge aus 2017 gezeigt wurden, sah ich bei Frau Nähfreundin ihre beim "Vom Laufsteg in den Kleiderschrank"entstandene wunderschöne Jacke nach Gucci Vorbild. Tagelang schaute ich wieder und wieder, dieses tolle Stück liess mich nicht los. Allerdings war mir sehr schnell klar, dass ich andere Farben brauche. Etwas länger dauerte es, das System der Farbaufteilung zu durchschauen, denn die Farbenpracht war selbstverständlich nicht einfach so zusammengewürfelt. Nachdem ich dachte, ich habs begriffen machte ich mich daran, meine Farben festzulegen.
Und dann hab ich gestrickt wie besessen. Vorsichtshalber habe ich mein schon so oft verstricktes Lieblingsgarn ( cool wool von Lana Grossa) genommen, da weiß ich Mapro etc aus dem Kopf.


Nur so konnte ich sicherstellen, dass die schwarzen Streifen der Ärmel auch halbwegs auf die Streifen des Vorderteils treffen.
Ein bisschen rechnen und überlegen musste ich trotzdem, da ich weder die Jacke an sich noch die Ärmel so lang haben wollte wie das Original.


Ins Stocken geriet das ganze Projekt dann bei den Ärmeln - ich wusste einfach nicht, wie ich welche Farben im unteren Bereich verteilen sollte.
Also machte ich erstmal die Blüten.


Ich wollte keine gestickten Blüten wie beim Original, weil ich mir a) meiner Stickkünste nicht so sicher war und b) haben diese gehäkelten Blüten ( nach einer Anleitung aus dem Brigitte Kreativheft vom Winter) den Vorteil, dass sie nur mit wenigen Sticken fixiert sind, und ich sie jederzeit wieder ablösen kann, wenn mir das Ganze zuviel wird.
Da ich Asymmetrie gern mag, sind sie bei mir auch nur auf einer Seite.
Nach den Blüten waren dann auch die Ärmelfarben klar. Und jetzt freue ich mich wie Bolle über diese aussergewöhnlich Jacke. Vielen Dank an den MMM und Frau Nähfreundin für die Inspiration!

Der heute dazu getragene Rock ist "Pulmu" von Named Clothes. Auch er ist eine Mittwoch Inspiration: Als Nina den Ihren zeigte war ich sehr begeistert, obwohl es dann noch sehr lange dauerte, bis ich den Schnitt nähte. Der Stoff ist vom Stoffschrottplatz in Münster, lag schon etwas länger im Lager, und ist für den schmalen Rock aufgrund des hohen Stretchanteils super.
Wenn Ihr Euch auch inspirieren lassen wollt: auf dem MMM Blog gibt es auch heute jede Menge davon. Angeführt von Katharina in einem sehr schönen Knip Kleid.

Donnerstag, 15. Februar 2018

FJKA Inspiration

                                           
Auch in diesem Jahr findet auf dem MMM Blog eine der Klassiker Aktionen, der FrühlingsJäckchenKnitAlong statt. Betreut von Sylvia und Malou. Vielen Dank Ihr beiden für die Organisation!
Nachdem ich jetzt wirklich schon lange pausiert habe an denvielen angebotenen Aktionen teilzunehmen, habe ich jetzt richtig Lust gemeinsam zu stricken, und sich auf den Frühling zu freuen.
Bisher galt im Hause Dodo " nach dem Spiel nach dem Jäckchen ist vor dem Spiel ist vor dem Jäckchen"...





Und das sind nur die, die ich aktuell hier habe und gern trage... Zu dem obersten gibts in Kürze einen eigenen Post ( Frau Nähfreundin wird offensichtliche Ähnlichkeiten schon gesehen haben)
Also jetzt grad kein Jäckchen mehr, aber Pulli sehr gern.
Ich hab für den Winter 2 Pullis nach diesem Strickmuster aus der Brigitte gemacht:





Die trage ich sehr gern. Also dachte ich am letzten WE, ich geh mal Garn kaufen für so einen kastigen Pulli in Frühlingsleicht.




Wunderbares Garn in einem himmlischen Blau mit etwas Lilastich.
Nur, Dodo, wo hattest Du Deine Augen und Deinen Strickverstand? Sagte Dir die Lauflänge von über 200m nichts? Nein, ich hab einfach nicht geguckt und war von Farbe und Flausch ganz hingerissen. Das Garn ist definitiv zu leicht, um sich zu einem kastigen Pulli verstricken zu lassen.
Ich habe dann dank des Inspirationsthemas bei Julischka das perfekte Muster für dieses Garn gefunden: den raindance Pulli von Heidi Kirrmaier.
ABER: Ich wollte doch so gern so einen unkomplizierten unprätentiösen Kastenpulli!!!
Der Gedanke liess mich nicht los. Nun, kann frau nicht auch 2 Pullis für den Frühling gebrauchen?Joaa. Also nochmal zum Strickgeschäft gepilgert. Nach Haus gekommen mit meiner sicheren Bank für den Frühling: Elastico von Lana Grossa.





Die Farbe ist zwischen Melone und Hummer, und ich weiß, dass ich dieses Garn sehr gern verstricke.
Ein Muster hab ich auch schon gefunden, dazu beim nächsten Treffen mehr.
Und nein, das himmlische Blau verschwindet nicht in der Versenkung des Wollkorbes. Das wird parallel gestrickt, nur wird der raindance nicht zum Finale fertig werden. Aber wenn der nächste Sommer so wird wie der letzte, dann hab ich noch reichlich Zeit fürs Fertigstellen und tragen...
Mehr wunderbare Ideen gibt es hier zu bewundern.






Mittwoch, 7. Februar 2018

MMM am 7.2.

Guten Morgen liebe MeMades , endlich mal wieder beim MMM dabei, heut auch auf dem MMM Blog als Gastgeberin.
Hmm, da rede ich auf dem MMM Blog davon, dasss Kreativität auch Zeit braucht, und will Euch doch heute einen neuen Rock zeigen, der es sozusagen mit Schallgeschwindigkeit vom Bestellen des Schnittmusters bis in meinen Schrank geschafft hat. Ausnahmen bestätigen die Regel,ne?


Ich hatte in den letzten Monaten meine neue Vorliebe für kurze gerade Kleider ausgelebt und fand das auch ganz gut. Dann wurde im Team immer öfter der Name dp studios genannt.Nun ja, kann frau ja mal gucken, was die so für Schnitte haben.... Dabei sah ich diesen Rockschnitt und - Peng! Direkter Treffer ins Schneiderherz. Unsterblich verliebt. Ziemlich sofort bestellt.


Di mittags kam der Schnitt per Post, Mittwoch spätnachmittags führte ich den Rock schon aus. Und schmückte den Rock und mich mit fremden Federn. Die wunderbare Miette hat Sybille gestrickt und zum Verschenken nach Köln mitgebracht. Passt perfekt,oder? Danke Sybille!


 Aber auch der legere Pulli den ich selbst strickte ( Brigitte Schnittmuster und Garn aus der Kreativausgabe vom Herbst) passt prima dazu.


Hier seht Ihr auch mehr vom tollen Schnitt. Ich habe die Rüsche von Version a weggelassen. Denn auch so hat der Rock eigentlich von jeder Seite was zu bieten. Beim oberen Bild sieht man gut die Asymmetrie.


Das schöne Faltendetail an der einen Seite. Und übrigens die einzige knifflige Stelle zum Nähen. Nämlich etwas oberhalb der Falten, wo Rückenteil mit Falten und Vorderteil zusammen kommen.


Von hinten dagegen ganz schlicht.

Der Stoff ist vom Markt, und war derjenige, der grad zur Verfügung war mit der notwendigen Menge. Ich konnte es echt nicht abwarten den Schnitt zu nähen.
Beim Nähen zeigte sich dann, dass der Stoff ein absoluter Glücksgriff war. Er hat einen wunderbaren Fall.


Und auch wenn Ihr hier mein Bügelbrett bewundern könnt ;) der Stoff hat kaum ein Bügeleisen nötig.
Zum Schnitt in den ich wirklich verliebt bin
 Es gibt zwei Wermuthstropfen: Wenn mein Stöffchen nicht so sehr dehnbar wäre, dann wärs ein Projekt für die Tonne geworden. Ich nahm wie üblich Gr40. Aber ich habe den Eindruck, dass dp tatsächlich französische Grössenmaßstäbe hat. Den nächsten Rock werde ich wohl in Gr44 noch einmal kopieren müssen.
Eigentlich lässt sich der Schnitt gut nähen, aber die Anleitungen sind etwas dürftig. Vor allem dort, wo Erklärungsbedarf gewesen wäre hüllt sich die Anleitung in Schweigen, während es für andere wirklich einfache Nähschritte üppige Zeichnungen gibt.
Für diejenigen unter Euch mit den Adleraugen: Ich habe den Saum absichtlich nur geoverlockt. Ich mag das als "edgy" Detail und Gegensatz zum raffinierten Schnitt.
Wie habt  Ihr die kreative neue Mittwochzeit genutzt ? Neues genäht? Oder Zeit gehabt alte Schätze zu sichten und neu zu kombinieren? Ich geh jetzt mal rüber zum MMM Blog schauen.




Mittwoch, 22. November 2017

MMM am 22.11.

Guten Morgen wünsche ich allen MeMades. Heut auch mal wieder als Gastgeberin auf dem MMM Blog.
"Don't stop a running system" sagt man im anglo- amerikanischen Sprachgebrauch. Mein bekleidungstechnisches "running system" waren viele Jahre die langen weiten Röcke mit schmalen Oberteilen dazu. Gehörte quasi zu meinem Erscheinungsbild.
 Aber: Steht mir nicht mehr so gut. Gefällt mir momentan nicht mehr an mir. Also Stopp Taste gedrückt.
 Was nun? Schlicht geschnittene Kleider sind meine neuen weiten Röcke. Darin fühle ich mich derzeit wohler. Nun ja, Muster immer noch gern.


Einer meiner neuen Favoriten ist das "Kleid Nr1" von RosaP. Ein schmales Kleid in leichter ALinie.
Weil, das ist ja das Gute am Selbernähen: Wir müssen weder skinny jeans tragen, die 90 von 100 Frauen nicht schön aussehen lassen, noch sind wir gezwungen, immer nach dem gleichen Schema F zu nähen. Und wir können jederzeit Neues, Anderes für uns entdecken und ausprobieren.


 Sicher erkennen viele von Euch meinen heutigen Fotohintergrund: Die Alte Feuerwache in Köln, wo das Kölner Bloggertreffen stattfand. Es war soo toll, all die gutgekleideten Frauen zu trefffen.
Und toll war natürlich auch, dass Wiebke Fotos von mir dort gemacht hat. Tja, selbst am Stoff des Kleides war Wiebke nicht ganz unbeteiligt: Nachdem sie ihn hier zeigte und die Einkaufsquelle verriet wollte ich den sofort auch. Genäht hab ich aber selbst ;)
Aber ich schweife ab. Zurück zum Kleid: Genäht ist es ratzfatz, denn es hat nicht viele Schnittteile und keinen RV. Es braucht einen elastischen Stoff, der aber auch gewebt sein kann. Formgebend sind im Vorderteil zwei Abnäher und eine Mittelnaht im Rücken.
Nur beim Zuschnitt hab ich mich ziemlich schwergetan. Schnell war beschlossen, dass ich den dunklen Teil des Musters um die Körpermitte haben wollte. Also schnippschnapp das Vorderteil zugeschnitten. Und dann fiel mir erst auf, dass der "fedrige" Teil des Musters zwei verschiedene Varianten hatte. Ich wollte aber nicht zwei verschiedene Federmuster auf der einen und der anderen Pohälfte!  Da wurde es dann mit der Stoffmenge ziemlich eng. Hat aber dann ja doch noch geklappt.


Ok. wenn ich die Hände in die Taschen stecke, dann bilden sich Falten am Rücken.
Aber eigentlich sind 2 Taschen in einem schmalen Kleid wunderbar. Dafür nehme ich die Falten gern in Kauf.


Seitenansicht: Und das Muster passt.Yeah!

Ich bin nach wie vor sehr verliebt in dieses Stoffmuster.


Hier noch schnell ein Foto im heimischen Zimmer. Ich bilde mir ein, dass die Farben auf diesem Foto besser zu erkennen sind.








Mittwoch, 1. November 2017

MMM am 1.11.

Beim MMM Blog gibt es heute das Motto "Alltagskleidung". Sachen, die wir genäht haben und beim Tragen merken,dass sie genau in unser Alltagsleben passen.
Bei mir sind das weder Jeans noch andere Hosen sondern schlicht geschnittene Kleider und Röcke. Ein Beispiel dafür ist "Karl", das Kleid das im vorletzten Spätsommer viel in der Nähbloggerszene zu sehen war.


 Ähhm, ja, keine Beine und dafür merkwürdiger Kopfputz...


So, jetzt mit Beinen , und der Kopfputz ist eine Wandlampe. Beim Fotografieren nicht aufgepasst.
Dies ist das dritte Kleid nach dem Schnitt von Schneidermeistern.
Es ist aus sogenanntem Sommersweat vom Stoffbüro.
Den Stehkragen habe ich bei diesem Kleid etwas verbreitert. Ich mags nicht so eng am Hals. Ausserdem hab ich den Stoff quer zugeschnitten, weil mir der Stretch in dieser Richtung noch etwas besser erschien.
Heraus gekommen ist ein Kleid was ich sehr gern trage, und was vom Herumlümmeln auf dem Sofa bis Einladung ins Restaurant wirklich alles mitmacht.


Und nein, ich geh nicht mit 'nem Blechkrönchen auf dem Kopf raus. Es ist wieder die blöde Lampe...
Der Schnitt ist leger, aber weit davon entfernt frau sackig zu umhüllen.


Weil das Kleid vor allem obenrum schön körpernah sitzt passt auch noch ein Jäckchen drüber, wenn der Sommersweat denn doch zu kalt ist.



Das Jäckchen ist in echt dunkelblau. Gestrickt nach meinem selbstgeschusterten Schema für kurze kleine Dinger.
Karl das Kleid macht alles mit, egal ob putzen, kochen, nähen, lange am Schreibtisch sitzen etc.
Einzig eine Sache: Karl kann nicht gut Rad fahren. Wenn ich das vorhabe, dann wird eben die Kleiderkollegin Frau Fannie aus dem Schrank geholt ;)
Mehr schöne Alltagskleidung gibt's wie immer mittwochs hier zu sehen.


Mittwoch, 27. September 2017

MMM am 27.9.

Die Idee, mir ausgefallene besondere Kleider nach raffinierten Schnittmustern machen zu können fasziniert mich schon. Und manchmal mache ich das auch. Aber seien wir ehrlich: Die meiste Zeit verbringen wir im Alltag, und da brauche ich nur manchmal diese besondere Kleidung.
Meine Alltagshelden sind vor allem im Frühjahr und im Herbst Jerseykleider. Vor mehreren Jahren waren die Knotenkleider mein liebstes. Dann hatte ich ein Faible für RosaP. Kleider aus ihrem ersten Buch. Im vorletzten und letzten Jahr liebte ich ein bestimmtes Modell aus ihrem 2. Buch. (Waren die eigentlich immer mittwochs in der Waschmaschine, dass ich sie nie verbloggt habe?!? )
 Anfang dieses Jahres entdeckte ich für mich Frau Fannie von Schnittreif. Ich nähte in Serie...
Dieses ist das neueste

Ich verliebte mich spontan im hiesigen Stoffgeschäft in den Stoff, den ich zwar schon häufiger im Netz gesehen hatte, aber eben noch nicht real.

Als passionierte Strickerin geht einem doch bei diesem Stoff das Herz auf, oder?
Tja, das Wort Stoff führt mich zum Folgenden:
Ich habe dieses Kleid wie gesagt nicht nur einmal genäht
Alle saßen super und ich hab sie während des herbstlichen Sommers sehr viel und gern getragen. Nun sollte es bitteschön noch eine etwas wärmere Version für den Herbst geben.
Ich hab also zugeschnitten und genäht wie immer - und dann kam die grosse Enttäuschung und die Frage "Wie kann das sein?" . Das Kleid saß im hinteren Oberteil überhaupt nicht!Es warf Falten, es stuckte auf dem Po auf, und überhaupt hätte ich es wahrscheinlich in die Tonne befördert, wenn mir nicht Farbe und Druck des Stoffes so gut gefallen hätten...
Letztendlich habe ich das Oberteil um fast 4 Zentimeter gekürzt, und dann noch Abnäher gemacht.


 Nun ist es tragbar. Aber schön geht anders.
 Und wenn ihr den Sitz und Fall, vor allem bei der Seitenansicht mit dem Kleid aus Leostoff nach dem gleichen Schnitt , derselben Größe vergleicht, dann schneidet dieses nicht besonders gut ab.

Nun ja, so bleibt das Nähen doch immer eine spannende Angelegenheit, ne ?
Ich geh jetzt schauen, was die Damen beim MeMadeMittwoch heute alles zeigen. Nina trägt als Gastgeberin jedenfalls ein supertolles Kleid.

Mittwoch, 6. September 2017

MMM am 6.9.2017

Die Sommerferien sind fast überall vorbei, und auch der MMM Blog startet heut wieder nach der Sommerpause unter Ninas Regie durch.
Zeit also, mich hier auf meinem Blog auch mal wieder blicken zu lassen ... Kopf und Gefühle sind frisch sortiert, und demnächst werden die Ärmel aufgekrempelt, um dann endlich den Umzug in die Hauptstadt zu stemmen.
Aber heutiges Thema ist ja erstmal "mein schönstes Ferienerlebnis". Was soll ich sagen, der Jahresurlaub an sich war mein Highlight. Endlich einmal 14 Tage Sonne und Wärme am Stück!
Der nordische "Sommer" war, nun ja: kapriziös, unnahbar, sehr unterkühlt und gab nur extrem kurze Gastspiele.
Nichtdestotrotz war ich motiviert, mir etwas für den Urlaub zu nähen. Ich hatte ziemlich genaue Vorstellungen davon, wie das aussehen sollte. Nämlich kein wilder Griff in den Farbeimer, keine extravaganten Muster, zu denen ich dann keine Kombipartner finden würde, keine weiten Rockteile ( in denen fühle ich mich momentan wie ein "Tönnschen")
Was blieb war dies:


Mit Freude ganz viel getragen, da völlig unkompliziert im Styling.

 
Mit so einem schlichten Rock in weiss kann frau eigentlich nichts verderben.
Der Stoff ist eine leicht knittrige Baumwolle mit einem Quentchen Elasthan vom Stoffekontor.
Schnittmuster ist aus  meiner alten Brigitte-Sonderheft-Schatzkiste.
Hier ist die Schnittzeichnung:


Mir gefiel die Idee, seitlich keine Nähte zu haben, und die Formgebung lediglich durch die riesigen Abnäher zu machen.
Hier mein Rock von innen, da sieht man die laaangen Abnäher ganz gut.

Ja, auch dass ich bisschen geschlampert hab beim Versäubern - aber war ja nur für den Urlaub gedacht, und es musste schnell gehen, die Zeit war mal wieder knapp.
Schnell genäht ist das Teil auf jeden Fall. In Eigenregie musste ich dem Rock aber noch eine einseitige Tasche verpassen, weil mir die schon beim Schnitt des Karl Kleides so gut gefallen hatte.
Ansonsten ist der Rock sehr schlicht.

Form und Passform gefallen mir so gut, dass ich überlege, ob ich mir nach dem Schnitt nicht auch gleich einen Herbstrock nähen sollte. Vielleicht aus Tweed oder Fischgrat.
Für diejenigen, die am Schnitt interessiert sind, und eventuell auch noch alte "Brigitte" Schätze haben: Das Heft ist von 1999 und die Titelseite sieht so aus.


So, genug für heut von mir, nun gehe ich gucken, was die anderen Damen so während der Sommerpause getrieben haben.